Fortbildung für nichtpharmazeutisches Apothekenpersonal

 

Zum nichtpharmazeutischen Personal einer Apotheke gehören insbesondere pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte (PKA), Apothekenhelfer und Apothekenfacharbeiter.

Die im Rahmen der Ausbildungszeit erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten des nichtpharmazeutischen Personals reichen - ebenso wie bei dem übrigen Apothekenpersonal - nicht aus, um eine qualitativ hochwertige Ausübung der beruflichen Tätigkeit während eines gesamten Berufslebens gewährleisten zu können. Gerade in der Apotheke ist dies jedoch geboten.

Eine kontinuierliche Fortbildung gehört somit für alle Mitarbeiter der Apotheke zum Berufsethos.

Im November 2009 hat die Bundesapothekerkammer Empfehlungen für Richtlinien zum Erwerb des Fortbildungszertifikates für das nichtpharmazeutische Personal verabschiedet. In diesen beschreibt sie die Fortbildung als ein „Instrument zur Qualitätssicherung der Patientenversorgung“ und möchte daher die Fortbildung von Apothekenhelfern, Apothekenfacharbeitern und pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten fördern. Mit dem Fortbildungszertifikat hat auch das nichtpharmazeutische Apothekenpersonal die Möglichkeit, seine Teilnahme an anerkannten Fortbildungsmaßnahmen zu dokumentieren.

Leider ist die Fortbildung für das nichtpharmazeutische Personal noch nicht einheitlich geregelt. Erst fünf Landesapothekerkammern bieten eine Fortbildungsreihe mit speziellem kaufmännischen Inhalten an. Dazu gehören folgende:

Hier haben wir für Sie – wenn verfügbar – die Richtlinien der Kammern bereitgestellt:

 

Unsere FAQ bieten Ihnen hilfreiche Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema der Fortbildung für pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte, Apothekenhelfer und Apothekenfacharbeiter. Bei weiterführenden Fragen bezüglich verschiedener Regelungen der einzelnen Bundesländer empfiehlt es sich, bei Ihrer zuständigen Kammer nachzufragen

 

FAQ

Besteht eine gesetzliche Fortbildungspflicht für mich?

Der pharmazeutische Bereich ist von einem stetigen Wissens- und Forschungswachstum geprägt. Das pharmazeutische und nicht-pharmazeutische Personal in Apotheken sowie die Apotheker und Apothekerinnen sind damit auf einen Informationsaustausch angewiesen, um eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung garantieren zu können. Das Fortbildungszertifikat ist deshalb als Instrument zur Qualitätssicherung zu verstehen. Es dient als Dokumentation über die getätigten Fortbildungsmaßnahmen. In den Berufsordnungen der Landesapothekerkammern ist festgeschrieben, dass die Mitglieder sich fortbilden und ihr Wissen auf einem aktuellen Stand halten müssen. Ob das einzelne Kammermitglied dieser Pflicht auch tatsächlich nachkommt, wird momentan jedoch nicht überprüft, gehört jedoch zum Berufsethos und sollte selbstverständlich sein.

Was ist ein Fortbildungszertifikat?

Das Fortbildungszertifikat dient als Nachweis darüber, dass Sie innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren in einem bestimmten Umfang an anerkannten Fortbildungsmaßnahmen teilgenommen haben.

Wie viele Punkte muss ich für den Erhalt des Fortbildungszertifikats sammeln?

Für das nichtpharmazeutische Personal ist die Fortbildung leider noch nicht einheitlich geregelt. Erst fünf Landesapothekerkammern bieten eine Fortbildungsreihe mit speziellem kaufmännischen Inhalten an. Dabei variiert die Anzahl der Fortbildungspunkte zwischen 50 und 90 Punkten auf einen Zeitraum von drei Jahren bezogen.

Wo werden die Punkte gesammelt?

Viele Kammern bieten schon ein Sammeln der Fortbildungspunkte auf elektronischem Wege an. Dabei ist meist eine Anmeldung erforderlich und der aktuelle Punktestand kann jederzeit abgefragt werden. Für jede Teilnahme an einer Fortbildungsmaßnahme werden Teilnahmebescheinigungen ausgestellt, die als Beleg zu sammeln und anschließend bei der Kammer einzureichen sind.

Was für Möglichkeiten habe ich, um mich fortzubilden?

Grundsätzlich gibt es folgende kategorisierte Möglichkeiten, sich fortzubilden:
Kat 1: Seminare, Pharmazeutische Qualitätszirkel; Kat 2: Kongresse; Kat 3: Vorträge; Kat 4: eigene Vorträge / Seminare, nebenberufliche Lehrtätigkeit; Kat 5: Autorenschaft; Kat 6: Hospitation; Kat 7: Bearbeitung von Lektionen mit Lernerfolgskontrolle.
Aber auch die Innerbetriebliche Fortbildung (vom Apothekenleiter oder einem seiner Mitarbeiter ausgearbeiteter Vortrag über relevante Neuerungen) sowie das Selbststudium (zum Beispiel Printmedien, CD-ROM, Internet, Video) stellen Möglichkeiten der Fortbildung dar.

Sind alle Fortbildungsmaßnahmen für das Fortbildungszertifikat anzurechnen?

Bei der Anmeldung für eine Fortbildung sollte vorab geklärt sein, ob diese akkreditiert ist, d.h. sie den Richtlinien der Kammern entspricht. Nur dann ist die Sicherheit gegeben, dass die Punkte dieser Fortbildung auf das Zertifikat anzurechnen sind. Bei Unklarheiten oder Unsicherheiten ist aber die Kammer der aussagekräftige Ansprechpartner. Hier finden Sie die Richtlinie der Bundesapothekerkammer für die Akkreditierung von Fortbildungsmaßnahmen im Rahmen des Fortbildungszertifikats.